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Ratgeber

Regierapport: die Vorlage zum Ausdrucken — und was die Unterschrift bewirkt

Die kurze Antwort

Ein Regierapport ist ein Arbeitsrapport, der zur Rechnung wird: abgerechnet wird nach Aufwand statt zum Pauschalpreis. Er hält fest, wer wann wie lange woran gearbeitet hat und was an Material angefallen ist — und er wird in der Regel vom Kunden unterschrieben. Diese Unterschrift ist keine Bedingung dafür, dass du Geld bekommst. Sie entscheidet darüber, wie leicht du es beweisen kannst.

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Die Vorlage zum Ausdrucken

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Regierapport mit Kundenunterschrift (PDF) Arbeitsrapport Woche (PDF)

Der Regierapport sammelt einen Einsatz über mehrere Leute und geht an den Kunden. Der Arbeitsrapport sammelt eine Woche einer Person über mehrere Kunden und geht an den Betrieb, wo er zum Lohn wird.

Das ist der ganze Unterschied, und er ist der Grund für zwei Blätter statt eines: Die Zeile für die Unterschrift des Kunden hat auf einem Wochenblatt nichts zu suchen — dort stehen die Stunden von fünf verschiedenen Auftraggebern.

Was auf einen Regierapport gehört

Vorgeschrieben ist davon nur die Zeit. Alles andere entscheidet darüber, ob sich daraus eine Rechnung schreiben lässt, die standhält.

  • Datum, Kunde und Baustelle. Ohne sie lässt sich der Rapport keinem Auftrag zuordnen.
  • Wer gearbeitet hat, mit Name — bei Regiearbeit oft mehrere Personen am selben Tag.
  • Beginn und Ende der Arbeitszeit, dazu die Pausen ab einer halben Stunde. Das ist der Teil, den das Gesetz verlangt (Art. 46 ArG mit Art. 73 ArGV 1).
  • Was gemacht wurde, in einem Satz. Das ist die Zeile, die der Kunde später liest, wenn er die Rechnung bestreitet.
  • Material und Auslagen — ab Lager, Fahrzeug, Maschinenstunden. Ohne sie fehlt der grössere Teil der Kosten.
  • Unterschrift der ausführenden Person und des Kunden, am besten am selben Tag.

Was die Unterschrift des Kunden wirklich bewirkt

Hier wird viel Falsches erzählt, in beide Richtungen. Was gilt, steht im Obligationenrecht:

Art. 374 OR: Ist der Preis zum voraus gar nicht oder nur ungefähr bestimmt worden, wird er « nach Massgabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers » festgesetzt. Das ist Regiearbeit.

Beweisen muss diesen Aufwand aber der Unternehmer — also du. Wer einen Anspruch behauptet, trägt dafür die Beweislast (Art. 8 ZGB). Du musst darlegen, dass die abgerechnete Arbeit wirklich angefallen ist.

Und genau dort wirkt die Unterschrift. Ein vom Kunden unterzeichneter Regierapport begründet eine Vermutung dafür, dass der Aufwand stimmt. Er kehrt die Beweislast nicht um, und der Kunde kann die Vermutung durch Gegenbeweis entkräften — aber er muss dann etwas vorbringen.

Was das praktisch heisst

Ohne Unterschrift ist deine Arbeit nicht verloren. Sie ist schwerer zu beweisen — du brauchst dann anderes: Stundenrapporte, Lieferscheine, Fotos, Zeugen. Mit Unterschrift beginnt die Diskussion beim Kunden, ohne sie bei dir. Das ist der ganze Unterschied, und er ist gross genug, um den Zettel am selben Tag unterschreiben zu lassen.

Regietarife gelten nur, wenn ihr sie vereinbart habt

Die Ansatztabellen der Berufsverbände gelten nicht von selbst. Sie gelten, wenn die Parteien ihre Anwendung vereinbart haben — etwa, indem der Vertrag die SIA-Norm 118 für anwendbar erklärt.

Steht nichts davon im Vertrag, gilt Art. 374 OR: der Wert der Arbeit. Dann entscheidet, was du belegen kannst, nicht, was in einer Tabelle steht.

Wie Soldena das macht

Papier ist nicht beim Ausfüllen mühsam, sondern beim Zusammenzählen am Monatsende — und weil der Zettel, der im Auto liegen bleibt, am Zahltag fehlt.

In Soldena besteht ein Tag aus Abschnitten: von wann bis wann, auf welches Ziel, was gemacht wurde. Material und Auslagen gehören zum selben Abschnitt. Im Reiter Rapporte steht dann je Kunde, was er gekostet hat — über alle Mitarbeitenden zusammen, mit Stunden und Material, zum Kopieren, als Excel oder als PDF.

Dieselbe App schreibt den Arbeitsvertrag und das Lohnblatt. Die Stunden werden einmal erfasst und dreimal gebraucht.

Häufige Fragen

Was ist ein Regierapport?

Ein Arbeitsrapport, der als Rechnungsgrundlage dient: abgerechnet wird nach Aufwand statt zum Pauschalpreis. Er hält Datum, Personen, Zeiten, die ausgeführte Arbeit und das Material fest und wird in der Regel vom Kunden unterschrieben.

Ist Regiearbeit ohne Unterschrift des Kunden abrechenbar?

Ja. Die Unterschrift ist keine Voraussetzung des Anspruchs, sondern ein Beweismittel. Nach Art. 374 OR wird der Preis nach dem Wert der Arbeit und den Aufwendungen festgesetzt; beweisen muss den Aufwand der Unternehmer (Art. 8 ZGB). Ein unterzeichneter Rapport begründet dafür eine Vermutung, kehrt die Beweislast aber nicht um.

Was ist der Unterschied zwischen Regierapport und Arbeitsrapport?

Der Regierapport sammelt einen Einsatz über mehrere Personen und geht an den Kunden — er wird zur Rechnung. Der Arbeitsrapport sammelt eine Woche einer Person über mehrere Kunden und geht an den Betrieb — er wird zum Lohn.

Gelten die Regietarife des Verbands automatisch?

Nein. Sie gelten nur, wenn die Parteien ihre Anwendung vereinbart haben, etwa durch Unterstellung unter die SIA-Norm 118. Sonst gilt Art. 374 OR.

Muss ich Beginn und Ende der Arbeitszeit aufschreiben?

Im Betrieb ja: Art. 46 ArG mit Art. 73 ArGV 1 verlangt Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit samt Pausen ab einer halben Stunde. Nur die Stundenzahl genügt unter den Bedingungen von Art. 73b ArGV 1 — selbst eingeteilte Arbeitszeit, weniger als 50 Beschäftigte, schriftlich vereinbart.

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