Für die angestellte Person

Was du davon hast, wenn du angemeldet bist

Von deinem Lohn gehen 11,4 Prozent weg. Hier steht, was du dafür bekommst — und was dir fehlt, wenn dich niemand anmeldet. Ohne Fachwörter, mit den Zahlen von 2026.

Soldena kostet dich nichts. Bezahlt wird es von deinem Arbeitgeber.

Wofür die 11,4 Prozent weggehen

AHV, IV und EO5,3 %Rente im Alter, Rente bei Invalidität, Lohn nach einer Geburt
Arbeitslosenversicherung1,1 %Geld, wenn die Stelle wegfällt
Quellensteuer5,0 %Damit ist deine Steuer auf diesen Lohn bezahlt
Zusammen11,4 %Bei 1'000 Franken Lohn: 114 Franken ab, 886 Franken aufs Konto

Denselben AHV-, IV-, EO- und ALV-Teil zahlt dein Arbeitgeber noch ein zweites Mal aus seiner Tasche, dazu die Kinderzulagen-Kasse und die Unfallversicherung. Deine 11,4 Prozent sind also weniger als die Hälfte von dem, was für dich einbezahlt wird.

Was du dafür bekommst

Deine Rente wird grösser

Jedes Jahr ohne Beiträge kostet dich später rund ein Vierundvierzigstel deiner AHV-Rente. Nachzahlen kannst du nur fünf Jahre rückwärts — was länger her ist, bleibt eine Lücke. Die AHV-Rente liegt 2026 zwischen 1'260 und 2'520 Franken im Monat.

Eine IV-Rente wird überhaupt erst möglich

Wer weniger als drei volle Beitragsjahre hat, bekommt bei Invalidität keine IV-Rente. Nicht eine kleine — keine.

Arbeitslosengeld

Nach zwölf Beitragsmonaten innerhalb von zwei Jahren: 70 bis 80 Prozent deines Lohnes. Versichert bist du ab 500 Franken Monatsverdienst.

Lohn, wenn ein Kind kommt

Als Mutter 14 Wochen, als anderer Elternteil 14 Tage — beides zu 80 Prozent deines Lohnes, höchstens 220 Franken pro Tag. Bedingung für beide: neun Monate versichert und fünf Monate davon gearbeitet.

Kinderzulagen

Für jedes Kind Geld im Monat, je Kanton verschieden. Es zählt, dass du angemeldet bist und mindestens 630 Franken im Monat verdienst — Löhne von mehreren Arbeitgebern werden dafür zusammengezählt.

Bei einem Unfall

Die Unfallversicherung zahlt dein Arbeitgeber, nicht du. Bei einem Unfall in der Arbeit gibt es keine Franchise und keinen Selbstbehalt. Ab acht Stunden pro Woche sind auch Unfälle in der Freizeit gedeckt.

Deine Steuer ist erledigt

Die fünf Prozent Quellensteuer sind abschliessend. Auf diesen Lohn kommt keine Nachrechnung und keine Progression.

Du hast Papiere in der Hand

Jeden Monat ein Lohnblatt mit deinem Namen, am Jahresende eine Bescheinigung. In der Praxis ist genau das, was du brauchst, wenn du eine Wohnung willst oder ein Abo: belegter Lohn statt Bargeld.

Die Kinderzulagen sind Kantonssache: zwischen 215 und 330 Franken pro Kind und Monat, für Kinder in Ausbildung mehr. Welcher Betrag für dich gilt, rechnet Soldena aus dem Wohnort deines Arbeitgebers.

Und was dagegen spricht

Damit du es von uns hörst und nicht später von jemand anderem.

Vom Lohn geht etwas weg

11,4 Prozent. Bei 1'000 Franken Lohn sind das 114 Franken — du bekommst 886 Franken aufs Konto. Das ist der Preis für alles oben.

Keine Pensionskasse

Im vereinfachten Verfahren gibt es keinen Pensionskassen-Abzug. Also wächst aus dieser Stelle auch kein Pensionskassen-Guthaben.

Nicht jeder Franken ist ein Gewinn

Wenn du Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe bekommst, wird Einkommen dort angerechnet — später auch die Rente. Frag bei deiner Stelle nach, bevor du rechnest.

Auch ohne Anmeldung bist du bei einem Unfall nicht rechtlos

Dann zahlt die Ersatzkasse. Aber du musst beweisen, dass du dort gearbeitet hast. Ohne Vertrag und ohne Lohnblatt ist das schwer — und du musst es ausgerechnet dann tun, wenn es dir schlecht geht.

Was du tun kannst

  • Frag nach dem Vertrag. Ein Arbeitsvertrag ist im Privathaushalt Pflicht, wenn das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat dauert. Er darf auch nachträglich geschrieben werden.
  • Frag, ob du angemeldet bist. Bei der Ausgleichskasse des Kantons, in dem dein Arbeitgeber wohnt. Du darfst dort selber nachfragen, ob für dich abgerechnet wird.
  • Schreib deine Stunden auf. Auch wenn sonst niemand es tut. Wenn dein Arbeitgeber Soldena benutzt, tippst du sie selber ein und er sieht sie sofort — dann gibt es nichts mehr, worüber man streiten kann.
  • Schau in den Kalender, statt zu fragen. In Soldena siehst du, an welchen Tagen du eingeteilt bist, und kannst Ferien und freie Tage dort anfragen. Dein Arbeitgeber bestätigt sie — und dann steht es fest, für euch beide. Kein Nachfragen, kein «hast du das im SMS gelesen?».
  • Behalte das Lohnblatt. Jeden Monat eines. Das ist dein Beweis, wenn später jemand fragt.

Zum Mitnehmen

Ein Blatt, alles Wichtige darauf. Zum Ausdrucken und Hinlegen.

Du bist der Arbeitgeber und liest das hier?

Dann hast du das beste Argument schon: Soldena macht Vertrag, Zeiterfassung, Lohnblatt und Anmeldung in einem. Dreissig Tage gratis, ohne Kreditkarte.

Stand der Zahlen: 2026. Diese Seite ist eine Übersicht, keine Rechtsauskunft. Verbindlich antwortet die Ausgleichskasse deines Kantons.

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